Beiträge von USR16

    Ich habe mal meine Log-Daten einer 70-km-Fahrt (morgens hin, abends zurück) im Januar (kein Vorklimatisieren) mit dem verglichen, was die Wallbox danach wieder geliefert hat.


    Kurz gesagt: Ich kann mir aus den Sensoren nicht so wirklich einen Reim machen.


    Die Fakten meiner Fahrt:

    Strecke: 69,92 km

    Start Hinfahrt: 98,3 % SoC | 33,38 kWh (Actual Energy) | 34,41 kWh (Total Capacity)

    Ende Rückfahrt: 64,6 % SoC (VCU), 67 % SoC (BMS)| 23,33 kWh (Actual Energy) | 36,10 kWh (Total Capacity)



    An der Wallbox geladen: 16,33 kWh (Annahme 12 % Verlust -> ca. 14,37 kWh netto im Akku angekommen)


    Würde einen Verbrauch von 20,53 kWh/100 km (netto) bzw. 23,33 kWh/100 km (brutto) ergeben. Durch keine Kombination der Werte aus Car Scanner ist es mir bisher gelungen, diese Verbrauchswerte annähernd in dieser Größenordnung zu berechnen.


    Gibt es extra zu betrachtende Verluste aufgrund von Akkuheizung oder ähnlichem?Habe ich etwas anderes vernachlässigt? Kann jemand die gegebenen Werte klug kombinieren?

    Tom ate Danke dir für den Test. Genau das Verhalten habe ich auch beobachtet und das die Werte nominal noch nicht ganz hinkommen. Ich bin aktuell noch am Nachtesten, indem ich die geladenen Kilowattstunden an meiner Wallbox mit dem Werten aus dem Car Scanner vergleiche. Mein aktueller Ansatz ist auch etwas über den SOC herzuleiten. Bin da aber noch im Testing, welchen der Werte man am besten nehmen sollte. Oder ob man sich einen eigenen „SOC“ analog deiner Idee berechnen sollte.

    Beim Schreiben des Beitrags kam mir noch eine Idee, wie man das Problem umgehen könnte. Und ich glaube, es könnte so funktionieren.

    Mein Workaround für die komische SetVarOnce-Logik:

    Ich nutze stattdessen SetVar und lasse den Wert nur in einem sehr kleinen Fenster der zurückgelegten Strecke (0,1–0,2 km) setzen, über eine If-Abfrage. So wird der Startwert einmal „eingefangen“, und danach nur noch gelesen. Damit bekomme ich erstmals plausible Werte, die wie ein realistischer Durchschnittsverbrauch für die Fahrt aussehen.

    Gerne ausprobieren und rückmelden, ob die Werte bei euch auch sinnvoll aussehen.


    Die Formeln:

    Consumption_Helper

    if({zurückgelegte Strecke}>0.1 && {zurückgelegte Strecke}<0.2, SetVar(1, {[BMS] Traction battery Actual Energy}), GetVar(1, 0))


    Consumption

    ((GetVar(1,0) - {[BMS] Traction battery Actual Energy}) / 1000 / {zurückgelegte Strecke}) * 100

    Ich kann das Verhalten bei mir genauso nachstellen. Insgesamt wirkt das Ganze ziemlich inkonsistent und teilweise zufällig.

    SetVarOnce gibt bei mir auch nach dem angeblich einmaligen Setzen weiter neue Werte im Dashboard zurück. Entweder wird hier gar kein fester Wert gespeichert, oder es wird einfach immer nur der aktuelle Ausdruck zurückgegeben, obwohl die Variable im Speicher stets den Anfangswert gespeiercht hat. Ich halte es für möglich, dass „Once“ intern gar nicht so funktioniert, wie man es verstehen würde.

    Abgesehen von dem einen Doku-Artikel findet man dazu online auch nichts weiter.

    GetVar liefert bei mir ebenfalls keinen sichtbaren Wert ins Dashboard zurück, weder den gesetzten Wert noch den Default.

    Ich habe testweise eine Helper-PID mit

    SetVarOnce(1, {[BMS] Traction battery Actual Energy})

    und eine Verbrauchsformel mit

    ((GetVar(1,0) - {[BMS] Traction battery Actual Energy}) / 1000 / {zurückgelegte Strecke}) * 100

    angelegt.

    In den CSV-Exports sieht man aber, dass immer dann kurz ein Verbrauchswert abseits von 0 auftaucht, wenn sich {[BMS] Traction battery Actual Energy} ändert. Der Wert entspricht dann genau „Vorheriger Wert minus neuer Wert / 1000 usw.“.

    Würde für mich bedeuten: GetVar scheint intern doch irgendwas zu liefern, nur eben nicht zuverlässig bzw. wie man es erwarten würde. Der eigentliche Fehler liegt vermutlich eher bei SetVarOnce bzw. bei der Art, wie und wann der Wert gespeichert wird.

    Gibt es inzwischen einen brauchbaren Workaround, um in CarScanner den Durchschnittsverbrauch sinnvoll darzustellen? Mit der Average-Funktion und dem skalierten Verbrauch (Leistung × Zellspannung) habe ich weiterhin Probleme. Gerade bei Langsamfahrt oder Stillstand unter Last (z. B. kurzes Hängen an einem Bordstein) entstehen hohe Leistungs-Peaks bei 0 km/h, die den Durchschnitt stark nach oben verfälschen.


    Hat jemand z. B. schon eine Lösung umgesetzt, bei der die Batteriekapazität bzw. der SOC zu Beginn und während der Fahrt herangezogen und auf die gefahrene Strecke bezogen wird? Oder gibt es einen anderen Ansatz der das Problem löst? Oder auch eine andere App, die in der Hinsicht mehr Funktionen bietet?