Beiträge von Tom ate

    Ach so - Deine Alternative war Hybrid oder Elektro!

    Ich war rein bei Elektro gewesen - und dann, wie bekommt man die „Reichweitenangst“ in den Griff…


    Übrigens: Meine panischste Reichweitenangst hatte ich vor Jahrzehnten mit meinem damals schon alten VW-Bus, lange vor dem Elektrozeitalter: Wir waren auf der Heimreise von Italien. Und weil der Sprit in Italien damals superteuer war im Vergleich zu Österreich, kam Tanken in Italien für mich armen Student, mit ebenso armer Studentin, überhaupt nicht in Frage. Also buchstäblich „auf den letzten Tropfen“ über den Brenner. Und weil es vor dem Brenner eben doch lange und stark bergauf geht, soff der VW-Bus natürlich noch mal mehr als eh schon… Wir sind oben angekommen, aber frag nicht, mit welchem Puls: Und offenbar nicht ganz zu Unrecht: Danach haben wir mehr reingetankt, als der Tank lt. Bedienungsanleitung groß war!

    Da hätte ich mir aus heutiger Sicht Carscanner gewünscht: Weil genau zu wissen, vieviele „Tropfen“ wir noch haben, hätte das ganze Unterfangen eben sehr viel stressfreier gemacht.

    ...was'n Stress. Kenne schon jemand, den könnte ich damit nicht fahren lassen :rolleyes:

    Ein 80 kWh-Akku wäre DIE Abhilfe 8)

    So ist es eben kein Stress! Wenn man weiß, wie viel WIRKLICH noch geht, kann man es ja planen.

    Ich fand es immer stressig, eben NICHT genau zu wissen, wie viel ich noch habe…

    Hi, ja, meiner steht betreffend „KVU“ seit jetzt einer Woche in der Werkstatt. Das KVU soll ja etliche Steuergeräte updaten, unter anderem das wegen dem Rückruf, der hier geschildert, und in dem verlinkten Artikel beschrieben wird.

    Dabei ist dieser offizielle Rückruf für uns Fahrer eigentlich das harmloseste: Ich verstehe ihn so, dass, sollte man in böser Absicht aktiv die Geschwindigkeitserkennung blockieren, er dann nach soundsovielen Stunden reagieren müsste - was er aber dann aktuell nicht würde, weil der „Stundenzähler“ nach jedem Neustart resettet wird, und er so natürlich nie die erlaubte „Karenzzeit“ überschreitet. Lt. Zulassung müssen diese Zeiten allerdings alle aufsummiert werden.

    Klar, das ist ein Regelverstoß, und muss behördlich überwacht repariert werden.

    Aber für uns viel wichtiger sind die anderen „Inhalte“ des KVU: Vorklimatisierung, Verbrauchsanzeige, neue, bessere Ladekurve, keine Fehlermeldungen des Laders an die Wallbox bei starker Stromstärkensenkung (z.B. bei PV-Überschussladen) usw.

    Ich habe meinem Lurchi am Freitag übrigens einen „Krankenbesuch“ in der Werkstatt abgestattet: Sie bekommen einige Updates, die Teil des KVU sind, weiterhin nicht auf mein Auto aufgespielt. Andere schon. Das hat jetzt im Moment z.B. zur Folge, dass in meinem Display die Vorklimatisierung zwar zu sehen ist, aber ausgegraut, weil das dahinter liegende Steuergerät noch nicht upgedatet werden konnte.

    Auch meine AHK ist weiter stromlos. Und die Beifahrer-Airbagleuchte leuchtet weiterhin während der gesamten Fahrt. Alles Dinge, die KVU eigentlich beheben sollte.

    Opel würde weiterhin behaupten, sagt mein FOH, dass die für die frühen Baumonate (bis Juni oder Juli 25) erforderliche Software auf die Opel-Server zum Download durch die FOHs jetzt hochgeladen würde - bis Freitag nachmittag war das aber offenbar weiter nicht der Fall.

    Wagen steht daher weiter in der Werkstatt, der Meister dort versucht weiterhin sein bestes. Der Werkstattinhaber hat mir inzwischen zugesagt, dass wenn meine Frist (31.3.) verstrichen ist und immer noch nichts geht, nimmt er den Wagen zurück. Fühle mich langsam wie in einem Industriekrimi.

    Schaut einfach parallel ins c3forum.de Da ist das gerade das Thema und dort sind mehr unterwegs als hier. Hoffe #Tom ate ist da auch dran. Jetzt muss ein Profi ran 😄

    Danke der Ehre, aber ich bin momentan an gar nichts dran :(

    Weil (ist aber OT hier in diesem Thread): Mein Lurchi steht seit Montag in der Werkstatt. Ich hatte eine Nachbesserungsfrist bzgl. Gewährleistung bis 31.3. gesetzt. Sonst Wandlung. Und seit Montag versucht ein zu Rate gezogener Spezialist von Opel, meinen Frontera upzudaten, um die diversen Softwaremängel zu beheben. Sollte eigentlich Montag Abend, spätestens Dienstag fertig sein. Fahre allerdings immer noch mit dem Leihwagen herum. Werde morgen mal spontan meinen Lurch besuchen fahren und nach ihm sehen. (lt. App ist der Ladestand während der Woche nur ganz minimal gesunken, allerdings wird der Wagen jeden Tag vielmals aktiviert). Die sind also immer noch dran…

    Mal sehen, ob mein Lurchi und ich noch eine gemeinsame Zukunft haben. Schnief…

    Was auch nicht so toll ist: bei meinen alten Fahrzeugen hab ich ab und zu (wenn ich nicht sicher war) nochmals auf SCHLIESSEN am Schlüssel gedrückt (aus weitere Entfernung). Die anderen Fahrzeuge haben dann zumindest kurz mit dem Blinker signalisiert, dass der Befehl angekommen ist. Beim Frontera kommt keine Reaktion (wenn schon verschlossen ist). Dann denkt man, man ist zu weit weg und läuft nochmals hin …

    100% Zustimmung! Ich laufe inzwischen nur noch so weit zurück, bis ich höchstwahrscheinlich in Funkreichweite bin. Drücke dann, und wenn keine Reaktion, vertraue ich halt darauf, dass er schon ZU sein wird…

    Danke dir für die ausführlichen Erläuterungen und das Teilen deines mittlerweilen umfangreichen Erfahrungsschatzes.

    Das Auslesen beim Laden geht genauso wie beim Parken nur mit steckendem Schlüssel und Infotainment ein, ready muss es nicht sein.

    Zu 1) Genau, anfangs ging es 70hm hinunter und die Akkutemp. war über 5°C, dachte aber, dass das Aufheizen des Innenraumes und des Sitzes die Reichweitenschätzung am Anfang mehr nach unten ziehen würde.

    Danke für die Info, dass es nicht "ready" sein muss! Gibt mir neue Möglichkeiten! :)


    Bzgl. Aufheizen Innenraum und Sitz: Der Sitz hat ein Thermostat, der läuft also entweder mit 170Watt, oder ist aus. Das ganze springt im Minutentakt hin und her. Sitzheizung ist also völlig verbrauchs-irrelevant. An deren Benutzung muss man echt nicht sparen.


    Innenraumheizung: Da liegt es an Deiner Ventilatoreinstellung: Je höher die ist, desto mehr zieht er (wenn Heizstufe hoch, so dass er heizt)... Bei Dir offenbar nicht sehr hoch eingestellt! Und auch die Innenraumheizung taktet, und moduliert nicht.

    Wow, Du konntest OBD2-Werte auslesen, während der Ladung?

    Ich bekomme nur Werte im Status „ready“… Mh. Was mache ich wohl falsch?


    Zu den von Dir oben genannten Sensoren: Ja, es gibt viele, die ich ebenfalls (noch) nicht verstehe: Gerade die VCU-Werte, also die aus dem Steuergerät, sind mir oftmals ein Rätsel. Evtl. sind manche aber auch falsch benamt, oder per se sinnlos?

    Ich habe mich daher für den Moment vor allem auf die BMS-Werte, also die aus dem Battery Management System, gestürzt. Die waren/sind für mich nachvollziehbarer, und teilweise auch vertrauenserweckender, weil das Steuergerät ja manche Werte scheinbar gewollt „verfälscht“ - siehe den SoC, den es vom VCU und auch vom BMS gibt, mit unterschiedlichem Inhalt - und nur der Wert des BMS-SoC ist für mich aus den anderen Werten ableit-, also nachrechenbar.

    Wenn ein erstmal unnachvollziehbarer Sensor mein Interesse geweckt hatte, habe ich ihn mir aufs Carplay-Display geholt und während der Fahrt beobachtet. Manchmal wurde er dadurch klar, manche Werte haben sich auch als uninteressante Konstantwerte entpuppt.

    Hier müssten wir, fürchte ich, jeden Wert einzeln diskutieren und unsere Beobachtungen austauschen.

    Für die 6 oben von Dir genannten habe ich jedenfalls auch keine schnelle Antwort.

    zu 2) Ja, mit solchen Gedanken und Formeln gehe ich schon die ganze Zeit schwanger, habe es aber noch nicht gelöst bekommen: Das scheitert noch nicht mal am Zwischenspeichern der Werte (es gibt in CarScanner eine ganz rudimentäre Form von Variablen), sondern an der Zeitkomponente: Carscanner macht immer alles „sofort“, mir fehlt noch das Wissen und eine Idee, wie ich ein paar Sekunden „warten“ kann.

    Momentan nutze ich daher (aber das ist wirklich nur ein sehr unperfekter Notnagel) die unterschiedliche Latenz von 2 Sensoren, aus denen beiden sich, unabhängig voneinander, jeweils der Verbrauch ableiten lässt: Ich berechne immer beide (die Werte sind durch die unterschiedliche Latenz unterschiedlich verzögert, springen aber beide gleich heftig), und zeige den jeweiligen Mittelwert an. Das beruhigt die Werte schon mal signifikant, aber halt noch nicht genug.

    Es gäbe sicherlich eine (mir leider unbekannte) Methode, die Werte irgendwie sinnvoll über ein paar Sekunden zu integrieren - aber ich habe einfach noch keine Idee, wie.


    zu 3) Tja, das wäre naheliegend, und faktisch berechne ich sie auch so, um ein sinnvolles Ergebnis zu erhalten - nur die Einheit dieses Sensors ist eben Watt, also eine Leistung, und nicht Ampere, also ein Strom. Ich multipliziere diesen Wert aktuell mit der Zellspannung, der ich davor ihre Einheit (Volt) gestohlen habe (also als reiner Zahlenwert).

    Und das ist dann halt per Definition eine Normierung, und nicht mehr „pseudo-p“=U*I. Auch wenns am Ende natürlich aufs Gleiche rauskommt (bis auf die im 2. Fall falsche Einheit „WattVolt“ bzw „AmpereVoltQuadrat“).

    Nicht die feine englische Art, aber funktioniert…


    …zu 4) folgt gleich…

    Hi Du, es hat mir gerade beim Lesen Deines Posts wirklich ein fröhliches Grinsen ins Gesicht gemalt - wir machen uns echt die gleichen Gedanken! Finde es total klasse, dass Du, genau wie ich, da so Feuer gefangen hast!


    Zu Deinen Punkten:


    zu 1) Nein, ich habe nichts geändert an der Methodik. Die abgelesen Werte, die Du nennst, klingen auch schlüssig. Ich fasse die Rechenmethode nochmals kurz zusammen:

    - Wenn bei Fahrtantritt die Akkutemperatur kleiner 5 Grad ist, und damit also die Akkuheizung läuft, dann startet die Winter-Kurzstreckenberechnung (also die, die die Akkuheizung inkludiert). Wenn man dann lang genug fährt, und damit der Akku warm genug wird und die Akkuheizung abschaltet, wird der hohe Anfangsverbrauch verworfen, und die Messung und Rechnung beginnt neu ab diesem Punkt, damit beide Betriebszustände nicht vermischt werden, weil man aus der Mischung ja gar nichts rechtes ableiten könnte, denn die weitere Fahrt wird ja weiterhin ohne Akkuheizung stattfinden, dieser Mehrverbrauch muss also raus aus der weiteren Berechnung.

    - Wenn bei Fahrtantritt die Akkutemperatur allerdings sofort größer als 5 Grad ist, und damit keine Akkuheizung losläuft, gibt es auch keine Kurzsteckenberechnung (ergäbe ja auch keinen Sinn, weil eh kein anfänglicher Akkuheizungszusatzverbrauch). Und das war bei Deiner heutigen Fahrt offensichtlich der Fall: Es gab also keinen anfängliche Winter-Kurzstreckenberechnung, sondern gleich die „normale“.

    Denn dann berechnet sich der Verbrauch ja aus der bisheriger Fahrt. Und das kann nach wenigen km ja noch nicht stabil sein (je nachdem ob Du anfangs einen Hügel rauf- oder runterfährst), pendelt sich aber recht bald ein. Genau Deine Beobachtung (und ich vermute, es geht auf den ersten „Metern“ bei Dir eher bergab). Ein möglicher Lösungsansatz wäre, eine Rest-Kilometerzahl erst ab einer gewissen Anzahl gefahrener km anzuzeigen. Aber wäre es wirklich besser, anfangs gar keine Werte zu haben, als ggf. volatile?


    Dass am Ende die so berechneten Restkilometer höher sind als die vom Cockpit, ist korrekt, weil Stellantis mit seinem SoC ja „schummelt“ um uns Angst zu machen und früher zur Ladesäule zu drängen.


    …nächster Post, zu 2), folgt gleich…