Erste Erfahrungen Verbrauch Autobahn

  • Moin allerseits,


    gestern sind wir mit unserem Opel Fronera vom Emsland aus an die Nordsee im Raum Norden gefahren. Zu Beginn der Fahrt war der Akku bei knapp 80 %. Als wir in Emden nach rund 70 km Fahrt die Autobahn verliessen, war schnell klar: Der Stromverbrauch war unerwartet hoch gewesen, (mur noch 48 %), wahrscheinlich weil wior auch die Klimaanlage eingeschaltet hatten.


    Wir ließen uns dann in Norden zur nächsten Ladesäule navigieren. Es war eine von EnBS. Die akzeptierte meine EWE-Karte nicht. Die Visakarte übrigens auch nicht, warum auch immer. Also weiter zur nächsten EWE-Ladestation. Die war aber gar nicht von EWE. sondern von M8, offenbar einem Subunternehmen der EWE. 7 ct teurer und du brauchst eine eigene App. Die Sonne knallte aufs Handy Display, ich sah fast nichts und der Hund randalierte im Auto, weil er mal dringend musste. Wieder nichts.


    Also weiter zur Pulse schräg gegenüber. Da lud gerade eine sehr nette Frau ihren kleinen Chinaflitzer auf und half uns. Aller guten Dinge waren auch diesmal drei. Und nebenan gabs einen Kaffee und Wasser für den Hund, der inzwischen auch sein Geschäft erledigt hatte.


    Ich nehme an, das sind Probleme, die einem nur am Anfang begegnen und später weniger werden. Jedenfalls bestand meine Frau später darauf, dass wir bei der nächsten Fahrt an die Nordsee wieder unseren alten DIesel nehmen. Da muss ich wohl noch Überzeugungsarbeit leisten...


    VG aus dem Emsland :)

  • Ich fühle mit Dir. Ähnliches erlebte ich auf meiner Überführungsfahrt von Bayern nach NRW. Oberhalb von 100 km/h und im Winter steigt der Verbrauch enorm an. Bei längeren Fahrten plane ich alle 175 km eine halbstündige Ladepause ein; so weit kommt man mit 80% Ladestand eigentlich immer und hat dann noch 15 bis 20% Reserve.


    Noch ein Tipp: Manche Schnelllader haben derart schwere Stecker, dass ich sie während des Kommunikationsaufbaus leicht anheben muss, damit sie nicht rausrutschen. Sonst gibt's Verbindungsfehler.

    Frontera Electric Edition - Tech-Paket - Komfort-Paket - Alufelgen mit Ganzjahresreifen - 3phasiger Loader - EZ 05/2025 - Kanyon Orange

    Elektrisch fahrn is wie wennze schwebst. Einfach geil.

    3 Mal editiert, zuletzt von Wallboxuser ()

  • Auch von mir: Mein herzliches Mitgefühl - und toll, dass Du so schonungslos offen von Eurer ersten Tour erzählt hast! Und noch toller, dass Dein letzter Satz darauf hindeutet dass Du weiter gewillt bist, diese anfängliche Abenteuer weiter zu bestehen! :)


    Ohne jeden Ansatz von "Belehrung" würde ich gerne Deine einzelnen Absätze oben durchgehen, einfach nur um Dir/Euch ein bisschen über die anfänglichen Hürden zu helfen:


    - ich verstehe Euren Ausflug so, dass er ca. 150km umfasste. Das wäre problemlos komplett ohne Laden möglich gewesen! Denn gerade wenn Du mit Deiner noch kritischen Frau unterwegs warst, ist auswärts Laden immer eine Zusatzchallenge - vor allem wenn man noch unerfahren ist. Übe das auswärts-Laden am besten ohne Frau und Hund. Ist stressfreier für Dich, und besser für Frau und Hund. Wenn Du dann mal erfahren bist und Dich auskennst, strahlst Du auch viel mehr Souveränität aus - und irgendwann wird aus dem Laden erfolgreiche Routine...


    - Klimaanlage: Nein, die treibt den Verbrauch nur wirklich minimal hoch (Heizung im Winter ist ein relevanter Faktor, aber Klima im Sommer so gut wie nicht). Ihr habt nicht wegen der Klima so viel mehr verbraucht als erwartet, sondern, vermute ich, weil Du vielleicht noch einen "Verbrenner-Fahrstil" hattest. Ich weiß nicht, ob Du eine Verbrauchsanzeige im Fahrzeug hast. Falls ja, spiele Dich (am besten auch wieder allein) damit, welche Geschwindigkeit sinnvoll ist, wie viel beschleunigen notwendig ist usw. Selbst wenn Du mit großem Abstand einfach nur einem flotten LKW hinterherfährst, also ganz auf Überholen verzichtest, bist Du am Ende schneller am Ziel, wenn Du damit einen Ladehalt einsparst.


    - Ladebetreiberchaos: Ja, da ist Deine Erfahrung leider "Normalität": EnBW ist ein großer Betreiber, EWE ein anderer, Aral Pulse wieder ein anderer. Jeder möchte am liebsten, dass mit seiner eigenen Karte dort geladen wird, manchen bieten "Roaming" an, was aber teurer ist. Ich persönlich habe EnBW, EWE und Pulse (weil über den ADAC die Karte kostenlos war). Mit EnBW + EWE kannst Du quasi überall laden, aber, falls Roaming, wirds halt teuer. Wäre mir auf den ersten Strecken an Deiner Stelle egal. Im Lauf der Zeit und mit der Erfahrung optimierst Du das schon weiter - muss ja nicht alles gleich bei der ersten Fahrt sein, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!


    - Wieder zurück zum Verbrenner? Wie geschrieben, toll, dass zumindest Du nicht so schnell aufgibst. Und es ist ja auch keine Challenge, bei der Deine Frau Dich für die Probleme, die es unbestreitbar noch gibt beim Laden, verantwortlich machen sollte. Ihr beide probiert zusammen etwas ganz Neues aus! Das kann nicht gleich von Anfang an perfekt sein - aber geht das doch auch zusammen an, löst gemeinsam die Herausforderungen (nachdem Du Dich allein schon mal ein bisschen vertraut damit gemacht hast, damit ihr nicht jedes Fettnäpfchen hüpft), und dann seid auch zusammen stolz, wie gut ihr das gemeistert habt - Ihr wart in Norden, ohne einen Tropfen Fossilstoff vernichtet zu haben! Ihr seid dahingesurrt, ohne dass Euch Motorenlärm gestört hätte, ohne dass Ihr Gestank produziert habt, ohne dass Ihr beim schnellen Halt den Motor abstellen musstest, um niemanden zu stören mit Lärm und Gestank usw. Und Ihr habt die Despoten dieser Erde mit Eurem Ausflug keinen Cent reicher gemacht. Und Euch die Finger nicht schmutzig gemacht (im direkten, wie auch im übertragenen Sinn). Dafür: Glückwunsch!


    - Überzeugungsarbeit leisten: Versuche nicht Du das, sondern lass es die Zeit für Dich tun. Und geht jedesmal für das an der Tanke gesparte Geld Essen/Eiskaufen/ins Museum oder die Sauna, was Deine Frau halt am liebsten so macht...


    Und: Du bist nicht alleine! Hier im Forum sind viele ( Wallboxuser und mich eingeschlossen), die auch nicht immer Profis waren, sondern noch sehr gut wissen wie sich das bei uns anfangs angefühlt hat. Wir sind hier auch sowas wie die "anonymen Alkoholiker" - nur ohne Alkohol. Aber schon auch so ein bisschen Selbsthilfegruppe und Stuhlkreis zum gegenseitigen "Wiederaufbauen"! :)

    Fahrzeug: aktuell noch Frontera Electric Edition 44kWh mit Tech- und Komfort-Paket, Spitzname „Lurchi“. Bestellt 7/2024, zugelassen 5/2025.

    Gewandelt 5/2026 in "Lurchi II": Frontera Electric Ultimate Extended Range, weiß, Winterpaket & Allwetterreifen.

    Lurchi II ist - früher als erwartet! - beim FOH eingetroffen! Zulassung und Tausch am 24.7.2026! :)


    Fahrer: Ein bzgl. seines Opel-Experiments erst ernüchterter, dann aber durch Opels professionellen Umgang mit der Wandlung wieder versöhnter Besitzer.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tom ate ()

  • Tom ate

    Nur noch eine Woche bis zu Deinem neuen Fronti? Bin gespannt, wie er sich fährt und welche Unterschiede zu Deinem bisherigen Modell Du finden wirst.

    Frontera Electric Edition - Tech-Paket - Komfort-Paket - Alufelgen mit Ganzjahresreifen - 3phasiger Loader - EZ 05/2025 - Kanyon Orange

    Elektrisch fahrn is wie wennze schwebst. Einfach geil.

  • Mal ausgerechnet: Wenn es sich um einen 44 kWh Akku handelt sind 80%-48% = 32% Verbrauch macht 14,08 kWh auf die 70 gefahrenen KM.

    Also 20,11 kWh umgerechnet auf 100 KM, soo viel finde ich das jetzt nicht.

    Silence S01 Connected eRoller L3e (95 km/h)

    Die Suche nach einem elektrischen Nachfolger für meinen Chevrolet Captiva LPG ist beendet.

    Es ist ein MG 4 EV Urban bestellt.

  • Mal ausgerechnet: Wenn es sich um einen 44 kWh Akku handelt sind 80%-48% = 32% Verbrauch macht 14,08 kWh auf die 70 gefahrenen KM.

    Also 20,11 kWh umgerechnet auf 100 KM, soo viel finde ich das jetzt nicht.

    Nun ja, für Sommer im Flachland wäre da schon noch Potential nach unten. Aber Du hast natürlich recht, auch bei diesem Verbrauch hätte es problemlos gereicht ohne Nachladen. Aber auch daran muss man sich erst gewöhnen: Dass man den Akku auch durchaus leerer fahren sollte, als man das ggf. vom Verbrenner gewohnt war (wenn man jemand von der Sorte "nie unter ¼ Tank kommen" war), einfach um am Stück weiter zu kommen - und ggf. an der Ladesäule schneller zu laden! Und wie viele von uns sind denn jemals mit leerem Akku liegengeblieben? Ich wüsste niemanden, selbst nicht die hartgesottenen, die auch noch "unter 0" ein Stückchen weiterfahren...

    Fahrzeug: aktuell noch Frontera Electric Edition 44kWh mit Tech- und Komfort-Paket, Spitzname „Lurchi“. Bestellt 7/2024, zugelassen 5/2025.

    Gewandelt 5/2026 in "Lurchi II": Frontera Electric Ultimate Extended Range, weiß, Winterpaket & Allwetterreifen.

    Lurchi II ist - früher als erwartet! - beim FOH eingetroffen! Zulassung und Tausch am 24.7.2026! :)


    Fahrer: Ein bzgl. seines Opel-Experiments erst ernüchterter, dann aber durch Opels professionellen Umgang mit der Wandlung wieder versöhnter Besitzer.

  • Tom ate

    Nur noch eine Woche bis zu Deinem neuen Fronti? Bin gespannt, wie er sich fährt und welche Unterschiede zu Deinem bisherigen Modell Du finden wirst.

    Ja! Ich war total überrascht, als er - sogar früher als angekündigt - beim FOH einlief! Habe gestern abend zusammen mit Frau und Tochter schon eine Besichtigung durchs Schaufenster unternommen: Wir haben uns die Nasen plattgedrückt, wie Touristen nachts vor dem Louvre Photos gemacht, und meine Frau (eigentlich völlig unverdächtig solcher Emotionseruptionen) hat gehaucht: "Ist der schön!"


    2026-07-17 13.48.44.jpg


    2026-07-17 13.47.05.jpg

    Fahrzeug: aktuell noch Frontera Electric Edition 44kWh mit Tech- und Komfort-Paket, Spitzname „Lurchi“. Bestellt 7/2024, zugelassen 5/2025.

    Gewandelt 5/2026 in "Lurchi II": Frontera Electric Ultimate Extended Range, weiß, Winterpaket & Allwetterreifen.

    Lurchi II ist - früher als erwartet! - beim FOH eingetroffen! Zulassung und Tausch am 24.7.2026! :)


    Fahrer: Ein bzgl. seines Opel-Experiments erst ernüchterter, dann aber durch Opels professionellen Umgang mit der Wandlung wieder versöhnter Besitzer.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tom ate ()

  • Mal ausgerechnet: Wenn es sich um einen 44 kWh Akku handelt sind 80%-48% = 32% Verbrauch macht 14,08 kWh auf die 70 gefahrenen KM.

    Also 20,11 kWh umgerechnet auf 100 KM, soo viel finde ich das jetzt nicht.

    Ich wollte das auch gerade mal überschlägig nachvollziehen, was da eingangs überhaupt gefahren/verbraucht wurde. Und woher die "Panik" darüber kam...


    Im Weiteren würde ich es auch eher dem Fahrstil und BAB am Stück zuschieben, als zwingend der Klima überaschend mehr...


    Klaus1984 bitte nicht falsch verstehen - ist nicht böse gemeint!


    Für mich nur eine Bestätigung: 44 kWh war mir eingangs angeboten abschreckend zu wenig, für ein Auto von diesem Format! Allein der später angebotene größere Akku das Mindeste - gäb es nochmals eine Steigerung. Ja dann würde ich....!


    Denn bei aller Routine die aufkommen mag, Tom ate etc., gewiss - ich will nicht so weit "zurückfallen": x Ladekarten und was auch immer zu organisieren. weil es mal >200 km geht.


    Klar, kann/will nicht jeder den >90 kWh-Block und 800V sich leisten. Aber allein was man dazu an Performance liest, sorry, ich habe und lasse mir noch ein wenig Zeit.

    Frontera GS | 1.2 DI Turbo Hybrid 48V eDCT (110 PS) | EZ 06/26 | Goodyear Vector 4Seasons Gen-3