Beiträge von Tom ate

    Diesen Effekt verstehe ich aber noch nicht, denn auch der Innenraum-Klima-Wärmetauscher hat ein steuerbares Expansionsventil. Scheint trotz nicht-Ready angesteuert zu werden...

    Offensichtlich Ja. Evtl. auch nur nicht ganz stringent programmiert, nur den Klimakompressor „ready-abhängig“ zu machen (zusätzlich zu seiner Aktiviermöglichkeit wg. hoher Akkutemperatur), nicht aber das Expansionsventil. Evtl. vergessen, weil das Expansionsventil ja nicht HV, sondern nur 12V ist? Oder hier hatte jemand den möglichen Kompressorstart durch Akkutemperatur nicht auf dem Schirm? Jedenfalls wirkt das auf mich eher wie ein Programmierversehen, als tatsächlich so gewollt.

    Danke für den Hinweis! Hast Du dies (auch mit dem Piepsen nach 3-5sec) im Frontera gemacht, oder ist das Deine Erfahrung bei einem anderen Fahrzeug?

    ...

    Da der Kompressor ja an geht beim DC Laden (bei extremer Hitze draußen), geht dann vermutlich (oder sehr wahrscheinlich) desshalb auch die Klima im Innenraum beim DC Laden. Aber halt nur in dieser Situation.

    Zum Zusammenspiel von Akkutemperierung und Innenraumtemperierung:


    Im Sommer, beim Kühlen, wird beides vom gleichen, "gemeinsamen" Klimakompressor bedient (über die von Achim beschriebene Y-Verbindung). Am Ende zwar über 2 verschiedene Kühlwasserkreisläufe, aber die Kühlung wird vom gleichen Kompressor bereitgestellt. Daher, auch wenn vom Fahrer beim DC-Laden nur der Innenraumlüfter und nicht der Klimakompressor aktiviert werden kann, gibt es trotzdem Kühlung, wenn der Klimakompressor schon vom Akku (bzw. dessen hoher Temperatur) aktiviert wurde. Man kann im Innenraum sozusagen "mit-nutznießen".


    Im Winter, beim Heizen, funktioniert das allerdings nicht analog, weil der Innenraum-PTC ja unabhängig vom BPTC ist, und außerdem keiner der beiden PTCs beim Laden aktiv ist (der BPTC nicht, weil der Akku über 5 Grad hat, und der Innenraum-PTC nicht, weil man kein "ready" hat, das für dessen Betrieb notwendig ist - Vorklimatisierung, oder ad-hoc-Klimatisierung über die App, ausgenommen).


    Weitere, zumindest für mich neue, Erkenntnis (und Frage): Der Kühlerventilator scheint immer mitzulaufen, wenn der Klimakompressor arbeitet. Zumindest bei Euren Tests bisher. Ergibt schon auch Sinn. Er könnte aber auch unabhängig vom Klimakompressor laufen, einfach weil das Kühlwasser durch Motor und Inverter sehr warm wurde, richtig? Oder ergibt das von der Verrohrung her keinen Sinn, und er läuft nur, wenn auch der Kompressor arbeitet?

    Danke fürs Testen, rasen, bremsen, Strom verschwenden, in die Hitze rausspringen, Finger dreckig machen und abwechselnd verbrennen oder anfrieren!!

    Damit ist wie vermutet das DC-Laden keine zwingende Voraussetzung fürs aktive Akkukühlen.

    Ich wette, es ist einfach wieder eine fixe Akkutemperatur, bei der der Akkukühlkreislauf anspringt.

    Die hast Du aber nicht ausgelesen, oder?

    Macht nichts! Dann habe ich wenigstens auch noch ein bisschen was zu tun! :-))

    Da ich heute Mittag eine Fahrt bei der Hitze heute (38°C) auf der Autobahn machen werde (80 km), bin ich mal nicht so sparsam und fahre dann volle Lotte (140 km/h).

    Direkt danach schau ich mir den Chiller an. Dann können wir heute Abend gechillt auf das Ergbnis von mir warten ...

    Perfekt - ich sags ja, echten Entrepeneuren ist kein Aufwand zu groß!


    Aber nicht Laden unterwegs, gell!


    PS: Dass sowohl ein 25er mit 44kWh-Akku, als auch ein 26er mit 54kWh-Akku, offenbar die gleiche Technik drin haben, ist ja schon mal gut - eine Variable weniger!


    Und sollte Stellantis sich eines Tages doch noch besinnen und die Software an die Möglichkeiten des Autos anpassen, wären sogar ALLE Frontera BEVs beglückt (ich weiß, ist nur ein heißer Traum).

    …Ich glaube, dass der Chiller eigentlich nur beim DC-Laden angeht und nicht beim normalen Fahren. Er hat ein eigenes elektrisches Expansionsventil, d.h. kann aktiv an- und ausgeschaltet werden. Nicht immer, wenn der Klimakompressor läuft, wird auch der Chiller kalt. Man müsste einfach mal nach einer langen Fahrt bei heißem Wetter schauen, ob das Teil kühl ist bzw. Kondenswasser gesammelt hat.

    Ja, das ist jetzt die noch zu klärende Frage (neben dem Stromverbrauch des Kompressors): Schaltet der Chiller stumpf bei einer gewissen Batterietemperatur (der Sensor wäre ja vorhanden), egal ob diese Schalttemperatur durch Laden , durch Fahren, durch extrem heißen Asphalt zustandekommt - oder diese ganze Logik zusätzlich noch DC-Laden voraussetzt (was aber selten dämlich wäre, warum sollte man den Akku während einer wilden langen heißen Fahrt kochen lassen, und nur beim DC-Laden auf Temperatur halten?

    Dass aber im Normalbetrieb diese Schalttemperatur fast nur beim DC-Laden erreicht wird, könnte ich mir hingegen gut vorstellen.


    Sein eigenes Expansionsventil braucht der Chiller natürlich, er muss ja von der Innenraumklimaanlage abgekoppelt sein.


    Dein Testvorschlag ist eine gute Alternative zum Mitverfolgen der Batterietemperatur. Wahrscheinlich beide Tests parallel durchführen wäre perfekt, damit man nicht zu oft erfolglos die Haube öffnen muss, aber auch nichts verpasst.

    Dann wäre auch gleich komplett zweifelsfrei geklärt, dass das Kühlen so funktioniert wie von uns inzwischen eruiert (ich habe aber auch so eigentlich keinen Zweifel mehr daran).


    Bzgl. dem eBay-Angebot: Schade, dass man bei den Fotos nicht die Leistungsdaten sieht (oder sie nicht draufstehen). Wüsste ja zu gern, wie nah meine 5kW an der Wahrheit liegen.

    Und: Tja, die Verkäufer wussten sogar, was das ist! Wir sind also nicht ganz die ersten mit dieser Erkenntnis!

    Ich packs nicht - das hätte ich im Leben nicht erwartet! Wie Achim schon schrieb: KLASSE!!! DANKE!!!


    Nochmal langsam für mich zum Mitschreiben: Im "Akku-Wasserkreislauf" steckt also sowohl eine Kühl-, als auch eine Heizmöglichkeit: Kühlen über Wärmepumpe, sprich Klimakompressor (als Zweitnutzung der Innenraum-Klimaanlage) und Kälteübertragung über den Chiller in den Akku-Wasserkreislauf; Heizen über PTC-Element, das direkt im Akkukreislauf steckt (der BPTC-"Kasten").

    - Opel hätte also von der Hardwareausstattung sehr wohl die Möglichkeit gehabt, auch im Frontera eine "richtige" Akkukonditionierung anzubieten. Haben sie aber nicht gemacht, sondern die Hardware zwar verbaut und das ganze Geld ausgegeben, aber dann keine Steuerungsmöglichkeit durch den User vorgesehen, sondern irgendwelche Fixwerte fest programmiert (unter 5 Grad für Start des "Heizkastens" mit dem 5kW PTC-Element, und anzunehmenderweise ebenfalls wieder einen fixen, noch zu ermittelnden Temperaturwert fürs Anwerfen des Klimakompressors und Nutzen des Chillers zum Kühlen des Akkukreislauf-Wassers und damit des Akkus.


    Also alles da, nur nicht erreichbar für uns! Immerhin tun die Fixwerte, wenn auch schrecklich unflexibel, trotzdem soweit ihren Dienst und schalten Winters die Akkuheizung ein, und Sommers die Akkukühlung.


    Um den oberen Temperaturwert zu ermitteln, werde ich jetzt, wie oben schon angekündigt, den Akkutemperaturverlauf verfolgen. Weil beim Laden oder bei flotter Fahrt in der Hitze müsste die Akkutemperatur ja konstant ansteigen, dann aber irgendwann auf einem Wert stehen bleiben, weil ab diesem Wert die Kühlung einsetzt.


    Was folgt daraus: Beim Heizen konnte man durch das Wissen um die 5 Grad ja entsprechend abschätzen (wenn bislang auch nicht eingreifen), wie viel Ladung das Heizen - zusätzlich zum Fahren - verbrauchen würde, bis die Batterie 5 Grad hat.

    Beim Kühlen könnte man, wenn der obere Temperaturwert erst mal ermittelt ist - natürlich auch so fahren, dass man diesen nicht erreicht und sich somit den Strom fürs Akkukühlen spart. Aber das ist natürlich weniger Relevant als beim Heizen, weil 1. im Sommer Strom ja (wenn PV) im Überfluss vorhanden ist, und 2. der Kompressor natürlich viel weniger Leistung braucht als ein triviales PTC-Heizelement. Mal schauen, ob ich den Stromverbrauch vom Klimakompressor rausmessen kann. Müsste eigentlich gehen.


    Weitergedacht:

    Bzgl. WInterbetrieb: Nachdem der Batterieheizer jetzt "enttarnt" ist, sogar einen offenbar gut zugänglichen HV-Stecker hat, könnte man ihn natürlich abstecken und schauen, was passiert. Ob der Wagen dann aber überhaupt noch fährt, oder einen Fehler wirft? Falls es ginge, wäre es natürlich schon zu überlegen, ob man bei ca. 0 Grad bei jeder Fahrt zum Bäcker die 5kW Heizung anwerfen muss. Würde die Kurzstecken-Winterreichweite signifikant erhöhen. Man dürfte halt nur nicht vergessen, vor dem Laden die Batterietemperatur zu checken, um den Akku nicht zu zerstören. (Beim Entladen sehe ich, selbst bei gefrorenem LFP, nicht so das Problem - aber Laden bei Minusgraden wäre halt schon dem LFP sein Tod).


    Bzgl. Sommerbetrieb: Mh. Hier habe ich noch keine rechte Idee (weil Sparen hier eben weniger relevant, und auch weniger substanziell) - außer dem beruhigenden Gefühl, dass der Akku im Sommer, selbst auf Langstrecke und mit mehrmaligem DC-Laden auf dem Weg in den noch sonnigeren Süden, nicht überhitzen wird. Damit weiß man dann zumindest, dass dieses Szenario mitgedacht wurde und problemlos machbar erscheint.

    Nachfrage: zu hast im Moment keine Frontera mehr ? Also wegen der Wandlung den "alten" schon weg ? Könnte ja sein , dass das beim 44er Akku ganz anderst ist.

    Und hast du das mit der "My Stellantis App" im E C3 Forum schon mitbekommen ? Oder "hängst" du schon wieder vor der Glotze ? "Wir" spielen doch erst morgen ...

    Theoretisch habe ich meinen „alten“ schon noch. Den darf ich behalten, bis der „neue“ da ist.


    Praktisch aber habe ich ihn nicht, weil meine Tochter damit unterwegs ist. Heute Abend kommt sie aber wieder. Dann, bzw. am Freitag, werde ich mir das alles in Ruhe anschauen, nachzuvollziehen versuchen, was Du beschrieben und fotografiert hast, und dann auch noch, während Stand, Fahrt (mit und ohne aktivierte Klima) und Laden, die Akkutemperatur und ihren eventuellen Verlauf beobachten. Evtl. stößt man dabei ja noch auf ein Quäntchen weiteren Infoschnipsel, den man in das Denk-Puzzle einbauen kann.


    Zu was das dann am Ende gut sein wird: Wir werden sehen! „Grundlagenforschung“ ist per se immer erst mal sinnfrei, erst am Ende zeigt sich, für was es gut sein wird! Und es wird uns nützen, da bin ich überzeugt - ähnlich wie bei dem Akkuheizthema damals (wo ich allerdings den Vorteil hatte, über den Stromverbrauch Schlüsse ziehen zu können. Das fällt bei diesem Thema leider flach, weil der Klimakompressor zu wenig Strom zieht, als das man ihn eindeutig aus dem „Grundrauschen“ der sonstigen Stromverbräuche extrahieren könnte.

    Aber egal. Das Ganze wird sich sicher - mit Geduld und Spucke! - schon zeigen, wie es wirklich ist!


    Dass Kühlwasserschläuche Richtung Akku führen, ist ja für sich alleine schon der Hammer! Ich verstehe weiter nicht, weshalb Stellantis mit diesen Features so hinter dem Berg hält.


    Bzgl. der MyStellantis-App: Ja, habe es grob überflogen. Werde es mir in Ruhe anschauen. Was ich aber in der Kürze meine verstanden zu haben ist, dass die angesprochene URL von dem italienischen Programmierer hart auf die Citroen-URL gecodet ist. Ob darüber wohl auch Opel-FINs abgefragt werden können? Oder ich habe es noch nicht komplett verstanden? Das Wochenende naht ja so langsam - ich sehe schon, da werde ich viel „aufholen“ müssen!


    Ich melde mich, bitte aber ein bisschen um Geduld!

    Ebenso gibt es Kühlwasserleitungen hinunter zum Hochvoltakku !!!

    Danke für Photos und Beschreibung!!!


    Kurz zur Sicherheit: Stimmt Dein fettgedruckter Satz - oder fehlt da ein "keine"?


    Ich frage, weil:

    - Lt. Photo gibt es offenbar Wasserleitungen zum Akku

    - Lt. Deinem Satz über dem fettgedruckten aber offenbar nicht.

    Sooo geil, wie Ihr beiden Feuer gefangen habt. Der Frontera wird jetzt, Stück für Stück, reverse engineered! ;)

    Also: Ein eingebauter Chiller eröffnet natürlich ganz neue Möglichkeiten:

    Die klassische Auto-Klimaanlage ist ja eine Luft-Luft-Wärmepumpe: So weit, so klar.


    Der Chiller, lt. Definition ein Wasser-Wasser-Wärmetauscher, nutzt das flüssige, kalte Kältemittel zusätzlich, um eine andere Flüssigkeit zu kühlen. Und falls es in unseren e-Fronteras, wovon wir bislang ausgingen, wirklich nur einen Flüssigkeitskreislauf gibt (den Kühlwasserkreislauf zwischen Kühler, Motor, Inverter, Ladeeinheit fürs AC-Laden sowie der "Wasserpumpe"), könnte der Chiller auch nur zusätzlich das Kühlwasser kühlen - z.B. falls die Kühlung über den klassischen Kühler (also die Propellerkonstruktion vorne im Motorraum) nicht ausreichen würde.


    Sollte es allerdings einen weiteren, also 2., Kühlmittelkreislauf geben (zwischen Akku, Chiller und einer dann notwendigen weiteren Kühlmwasserpumpe für diesen Kreislauf), sähe natürlich alles ganz anders aus.

    Daher bin ich jetzt sehr gespannt auf Manfred Nachverfolgen der Leitungen des Chillers (nicht die beiden Leitungen, die Teil der Klimaverrohrung sind, sondern die anderen beiden). Die Gretchenfrage lautet: Sind diese beiden Leitungen Teil des bekannten Kühkwasserkreislaufs, oder sind die Teil eines 2., separaten Kreislaufs?).


    Übrigens: Selbst wenn der Akku einen solchen Kühlwasseranschluss hätte (was wir noch nicht wissen, ich es auch immer noch kaum glauben kann), müsste die Heizung immer noch nicht zwingend auch über diesen Kreislauf gehen. Sie könnte auch weiterhin, wie bisher ja angenommen, durch klassische Heizelemente erfolgen. Dann gäbe es zwar keinen Hochvoltheizer im Kühlwasserkreislauf, aber trotzdem evtl. eine Akku-Wasserkühlung.


    Bin gespannt wie ein Flitzebogen auf Deinen Bericht, Manfred !