Beiträge von Tom ate

    Ich hab die 3.600 Watt Leistung einfach nur auf die drei Phasen aufgeteilt. Wir wissen ja nicht, wie die Sicherung dimensioniert ist.

    Falls das elektrisch zu restriktiv gerechnet war, dann nehme ich alles zurück. :whistling:

    Danke für die Erläuterung Deiner Gedanken!

    Ich denke allerdings, Du sitzt da einen Missverständnis auf:

    Der Themenstarter wollte mit 3.600Watt einphasig laden. Was ja theoretisch ginge mit 16A, nur die Schukodose hält das auf Dauer halt nicht aus.

    Daher besser mit 10A, was (wieder einphasig) 2.300W sind .


    Deine Idee mit dem 3-phasen-Laden wäre natürlich gut (weil viel weniger Strom pro Phase), aber war hier, glaube ich, nicht die Frage, weil ja nur 1 Phase zur Garage verlegt ist.

    Hier mein versprochener Erfahrungsbericht nach 1.025 km Rundfahrt durch Tschechien, die Slowakei und Österreich, bei komplettem Dauerfrost zwischen -2 und -14 Grad. Durchschnitt würde ich so auf ca. -5 Grad schätzen. Ortsverbindungsstraßen zu einem ordentlichen Teil Schnee- und Eisbedeckt (natürlich nicht die Autobahnen, aber von Ort zu Ort führt halt keine Autobahn!).


    Ladesituation: In Tschechien und in der Slowakei ist ein Elektroauto noch die absolute Ausnahme. Wir waren (bis auf 1 x in der Slowakei) immer komplett alleine an den Ladesäulen. Ladekarten sind allerdings ein Muss - per EnBW- und EWEgo-App sind die Säulen nicht aktivierbar. Technisch war jede Säule in Ordnung und hat problemlos funktioniert.
    Einmal in Österreich, bei einem einzelnen, älteren 50kW CCS-Lader, konnten wir das Fahrzeug nicht so positionieren, dass das (ziemlich kurze) Ladekabel von der Länge her an den doch ungünstig positionierten Ladeanschluss gereicht hätte. Die Ladesäule stand in der vorderen linken Ecke des Ladeplatzes: Sowohl vorwärts als auch rückwärts eingeparkt war das Kabel jedes Mal einiges zu kurz. Hier mussten wir dann unverrichteter Dinge wieder abziehen und auf einen anderen Lader in der Nähe ausweichen.


    Ladepreis: Meist für 52, 56 oder 62 cent pro kWh. Einmal für happige 89 cent pro kWh (nicht weil wir mussten, aber wir waren da einkaufen - und immer wenn das Auto stand und warmgefahren war, und ein Lader in der Nähe war, haben wir ihn natürlich genutzt). Dafür ein anderes mal kostenfrei (in einer Hotel-Tiefgarage - da waren 2 Wallboxen mit fest angeschlossenen Typ2-Kabeln, die man "einfach so" verwenden konnte. Da wir aber das einzige E-Auto weit und breit waren, waren die beide für uns frei - wir konnten uns die aussuchen, die besser zum Ladeanschluss positioniert war - die andere hätte aber -knapp- auch gereicht!).


    Verbrauch: Wir hatten vor Abfahrt komplett vollgeladen, und nach Heimkehr wieder: Haben insg. lt. den Ladesäulen und meiner Wallbox in Summe 179,5 kWh geladen. Macht 17,5 kWh/100km incl. Ladeverluste.
    Wir haben darauf geachtet, den Wagen abends nicht mit leerem Akku auf den Parkplatz zu stellen, damit wir dann am nächsten Morgen nicht gleich den total eingefrorenen Akku laden mussten. Akku hatte dann während der Fahrt, wenn wir eine Ladesäule anfuhren, so ca. 8 Grad. Nach dem Schnellladen dann ca. 25 Grad. Das ist alles in dem Verbrauch mit drin. Wir hatten die SItzheizungen während der Fahrt meist laufen, auch die Lenkradheizung. Luftheizung stand auf 21,5 Grad und 1/8 Lüfter. Zwischendurch habe ich mal mit Umluft getestet, weil ich mir davon niedrigere Heizungsverbräuche erwarte, aber da muss man alle 10min. für 2 min. wieder auf "Außenluft" umschalten, damit nichts beschlägt. Das wäre also ganz klar noch ein Verbrauchssenkungspotential, aber halt aufwändig während der Fahrt.


    Ladedauer und Ladezeitvertreib: Wir fuhren die Ladesäulen meist mit ca. 10-15% Restkapazität an, und luden dann bis ca. 80% (über 80% ging die Ladeleistung dann so in den Keller, dass wir lieber weiterfuhren).
    Das dauerte bei diesen Temperaturen jeweils ca. 40 Minuten (meist so 30-47kW, Höchstladeleistung war (leider nur kurzfristig) immerhin 78kW), die wir entweder in nahegelegenden Cafe's oder McDonalds, 2x mangels solcher aber auch im Auto verbrachten. Allerdings beide Male bei Sonne bzw. nur leichter Bewölkung - und der Wagen wurde nicht unangenehm kalt in diesen jeweils 40min (davor halt warmgefahren, Türen nur kurz auf zum Anstecken, 2 Leute heizen außerdem ja auch...), obwohl während des Ladens nicht die Autoheizung leider genutzt werden kann (weder Luftheizung noch Sitzheizung), weil man ihn nicht "anlassen" kann, ohne dass die Ladung abbricht - und ohne "ready" wiederum die Fahrzeugheizungen nicht funktionieren. ABER: Man kann die Zündung einschalten während des Ladens, und dann hat man Musik, USB-Strom und 12Volt-Zigarettenanzünderstrom (und das sogar "ohne Ende", weil die 12V-Batterie während des Ladens offenbar auch geladen wird - jedenfalls zeigte das eingesteckte Spannungsmessgerät durchgängig 14.x Volt an!). Damit könnte man also während der gesamten Wartezeit einen kleinen 12V-Heizlüfter oder eine 12V-Sitzheitungsauflage (oder ggf. auch einen 12V-Wasserkocher) betreiben, ohne die 12V-Batterie leerzusaugen! Halt alles, was es so für 12V-Anschluss zu kaufen gibt. Dazu eine Frage: Wie ist der 12V-Anschluss den abgesichert? Mit 10A oder 15A? Je nachdem könnte man bis zu 120W oder eben sogar 180W-Geräte betreiben...


    Schneetauglichkeit: Ich wohne in Oberbayern auf dem Land, fahre seit Jahrzehnten daher regelmäßig auch in verschneiten Straßensituationen, und traue mir daher ein einigermaßen valides Urteil zu: Der Wagen ist mit seinen Allwetterreifen von Goodyear definitiv winterstraßentauglich: ESP und ABS funktionieren unauffällig und zuverlässig, Traktion passt, und das beste: Er lässt sich super gefühlvoll anfahren, um nicht durchzudrehen und sich einzugraben. Dazu war bei Verbrennern einiges an Erfahrung beim "mit der Kupplung spielen" notwendig. Hier einfach gaaaanz sachte aufs Strompedal. Tja, meine Verbrenner-Anfahrkünste brauchte ich bei diesem Fahrzeug nicht einzusetzen. Die kann ich jetzt also getrost und in Ruhe verlernen!


    Summa summarum: Man ist langsamer unterwegs als mit dem Verbrenner, aber kommt viel gechillter an! Urlaub mit dem E-Auto funktioniert problemlos, selbst im Winter und mit unseren reichweitenschwachen Wagen ohne Akkuklimatisierung! Und selbst in den noch rel. schlecht ausgebauten osteuropäischen Ländern ist das Ladenetz dafür gut genug ausgebaut (für die wenigen dort herumfahrenden E-Autos eigentlich ZU gut - uns hats gefreut!).


    Somit Test erfolgreich bestanden! Unser nächstes Wohnmobil wird jetzt definitiv auch ein elektrisches!

    - Diese Steckdose ist nur bis 30min. für 16A zugelassen. Daher besser nur mit 10A (oder max. 13A, dann aber Wärmeentwicklung der Dose im Auge behalten) laden!

    - Die Schieflast ist kein Problem in Deinem Fall! (Und Dein Balkonkraftwerk arbeitet ja sogar zusätzlich noch dagegen). Klar erzeugt das Schieflast, aber im genehmigten Rahmen - würde erst bei mehr als 16A relevant werden.

    Vielen Dank für die Antwort, aber kann ich ein Ladelimit einstellen oder nicht (unabhängig davon, ob das jetzt nötig ist oder nicht)? Und welchen konkreten Thread meinst Du (kannst Du evtl. einen Link schicken)? Vielen Dank für die Hilfe!

    Nein, kannst Du nicht. Und das ist auch gut so.

    Hintergrund: LFP-Akkus müssen sehr regelmäßig vollgeladen werden, weil sich deren Zellen (und der Frontera hat genau 100 davon!) nur in vollem Zustand untereinander balancieren können.

    Daher zuhause an der Wallbox einfach immer vollladen!

    Unterwegs beim Schnellladen natürlich nicht, da würde das Laden von 80 bis 100% viiel zu lange dauern...

    Link zu dem Thread suche ich gleich...

    Willkommen hier!


    Brauchst Du bei einem LFP-Akku, wie ihn der Frontera hat, nicht. Dieser Akutyp nimmt das Vollladen nicht übel.

    Details dazu stehen im zugehörigen Thread!

    Übrigens, nur falls jemand sich auch so einen Dongle beschaffen wollen würde:

    Hier meine Vorgehensweise bzgl. Handhabung des Dongles:

    Eigentlich müsste man ihn immer angesteckt lassen können, er geht, wenn das Auto aus ist, nach 30min. in einen Schlafmodus.

    Ich bin bei sowas aber immer skeptisch, vor allem beim Laden lasse ich ihn nicht angesteckt (habe von anderen - nicht meinem beschriebenen - Dongle gelesen, sie könnten die Wallbox bzw. Ladesäule verwirren und zu Ladeabschaltungen führen). Da will ich kein Risiko eingehen.

    Ich stecke ihn daher am Anfang einer längeren Fahrt an (geht supereinfach direkt im Sitzen; ob vor oder nach dem „Anlassen“ ist egal), starte dann im Carplay die CarScanner App. Drücke dann auf den großen Button „Verbinden“ und fahre los. Zum Daten sehen muss man dann nur noch oben auf „Dashboards“ drücken und sein Dashboard wählen.

    Am Ende der Fahrt sollte man ihn, bevor man ihn abzieht, noch „Trennen“: Dazu beim Dashboard-Screen oben links auf „Verbindungen“, und dann auf den großen „Trennen“-Button. Dann den Dongle abziehen (oder eben gleich steckenlassen fürs nächste Mal).

    Tom ate Mein lieber Scholli, da hast du echt gute Recherche-Arbeit geleistet, die sicher vielen helfen wird. Respekt! 👍


    Es funktioniert auch genau so, wie du es beschrieben hast.


    Nur der Durchschnittsverbrauch pro Trip, oder der Langzeit-Durchschnittsverbrauch fehlt noch zu meinem Glück.

    Danke Dir!!!


    Bzgl. Durchschnittsverbrauch:

    Den Umgang von CarScanner mit den Integral-Werten habe ich noch nicht so ganz verstanden: Es gibt diese Möglichkeit, man kann die Werte auch "nullen" und ab da neu anfangen - aber das muss ich noch im Detail eruieren!

    Im Moment behelfe ich mir über die Restladung: Wenn ich mit einer Batterierestladung von z.b. 25kWh gestartet bin, und mit z.B. 15,5kWh Restladung ankomme, und lt der App 70,8km gefahren bin, müsste ich halt aktuell noch den Taschenrechner zücken...

    Aber es sieht für mich so aus, als könnte das Carscanner auch alles selbst.

    Ein neues Projekt - fürs neue Jahr!

    Guten Rutsch! :)