Beiträge von Tom ate

    Danke dir für die ausführlichen Erläuterungen und das Teilen deines mittlerweilen umfangreichen Erfahrungsschatzes.

    Das Auslesen beim Laden geht genauso wie beim Parken nur mit steckendem Schlüssel und Infotainment ein, ready muss es nicht sein.

    Zu 1) Genau, anfangs ging es 70hm hinunter und die Akkutemp. war über 5°C, dachte aber, dass das Aufheizen des Innenraumes und des Sitzes die Reichweitenschätzung am Anfang mehr nach unten ziehen würde.

    Danke für die Info, dass es nicht "ready" sein muss! Gibt mir neue Möglichkeiten! :)


    Bzgl. Aufheizen Innenraum und Sitz: Der Sitz hat ein Thermostat, der läuft also entweder mit 170Watt, oder ist aus. Das ganze springt im Minutentakt hin und her. Sitzheizung ist also völlig verbrauchs-irrelevant. An deren Benutzung muss man echt nicht sparen.


    Innenraumheizung: Da liegt es an Deiner Ventilatoreinstellung: Je höher die ist, desto mehr zieht er (wenn Heizstufe hoch, so dass er heizt)... Bei Dir offenbar nicht sehr hoch eingestellt! Und auch die Innenraumheizung taktet, und moduliert nicht.

    Wow, Du konntest OBD2-Werte auslesen, während der Ladung?

    Ich bekomme nur Werte im Status „ready“… Mh. Was mache ich wohl falsch?


    Zu den von Dir oben genannten Sensoren: Ja, es gibt viele, die ich ebenfalls (noch) nicht verstehe: Gerade die VCU-Werte, also die aus dem Steuergerät, sind mir oftmals ein Rätsel. Evtl. sind manche aber auch falsch benamt, oder per se sinnlos?

    Ich habe mich daher für den Moment vor allem auf die BMS-Werte, also die aus dem Battery Management System, gestürzt. Die waren/sind für mich nachvollziehbarer, und teilweise auch vertrauenserweckender, weil das Steuergerät ja manche Werte scheinbar gewollt „verfälscht“ - siehe den SoC, den es vom VCU und auch vom BMS gibt, mit unterschiedlichem Inhalt - und nur der Wert des BMS-SoC ist für mich aus den anderen Werten ableit-, also nachrechenbar.

    Wenn ein erstmal unnachvollziehbarer Sensor mein Interesse geweckt hatte, habe ich ihn mir aufs Carplay-Display geholt und während der Fahrt beobachtet. Manchmal wurde er dadurch klar, manche Werte haben sich auch als uninteressante Konstantwerte entpuppt.

    Hier müssten wir, fürchte ich, jeden Wert einzeln diskutieren und unsere Beobachtungen austauschen.

    Für die 6 oben von Dir genannten habe ich jedenfalls auch keine schnelle Antwort.

    zu 2) Ja, mit solchen Gedanken und Formeln gehe ich schon die ganze Zeit schwanger, habe es aber noch nicht gelöst bekommen: Das scheitert noch nicht mal am Zwischenspeichern der Werte (es gibt in CarScanner eine ganz rudimentäre Form von Variablen), sondern an der Zeitkomponente: Carscanner macht immer alles „sofort“, mir fehlt noch das Wissen und eine Idee, wie ich ein paar Sekunden „warten“ kann.

    Momentan nutze ich daher (aber das ist wirklich nur ein sehr unperfekter Notnagel) die unterschiedliche Latenz von 2 Sensoren, aus denen beiden sich, unabhängig voneinander, jeweils der Verbrauch ableiten lässt: Ich berechne immer beide (die Werte sind durch die unterschiedliche Latenz unterschiedlich verzögert, springen aber beide gleich heftig), und zeige den jeweiligen Mittelwert an. Das beruhigt die Werte schon mal signifikant, aber halt noch nicht genug.

    Es gäbe sicherlich eine (mir leider unbekannte) Methode, die Werte irgendwie sinnvoll über ein paar Sekunden zu integrieren - aber ich habe einfach noch keine Idee, wie.


    zu 3) Tja, das wäre naheliegend, und faktisch berechne ich sie auch so, um ein sinnvolles Ergebnis zu erhalten - nur die Einheit dieses Sensors ist eben Watt, also eine Leistung, und nicht Ampere, also ein Strom. Ich multipliziere diesen Wert aktuell mit der Zellspannung, der ich davor ihre Einheit (Volt) gestohlen habe (also als reiner Zahlenwert).

    Und das ist dann halt per Definition eine Normierung, und nicht mehr „pseudo-p“=U*I. Auch wenns am Ende natürlich aufs Gleiche rauskommt (bis auf die im 2. Fall falsche Einheit „WattVolt“ bzw „AmpereVoltQuadrat“).

    Nicht die feine englische Art, aber funktioniert…


    …zu 4) folgt gleich…

    Hi Du, es hat mir gerade beim Lesen Deines Posts wirklich ein fröhliches Grinsen ins Gesicht gemalt - wir machen uns echt die gleichen Gedanken! Finde es total klasse, dass Du, genau wie ich, da so Feuer gefangen hast!


    Zu Deinen Punkten:


    zu 1) Nein, ich habe nichts geändert an der Methodik. Die abgelesen Werte, die Du nennst, klingen auch schlüssig. Ich fasse die Rechenmethode nochmals kurz zusammen:

    - Wenn bei Fahrtantritt die Akkutemperatur kleiner 5 Grad ist, und damit also die Akkuheizung läuft, dann startet die Winter-Kurzstreckenberechnung (also die, die die Akkuheizung inkludiert). Wenn man dann lang genug fährt, und damit der Akku warm genug wird und die Akkuheizung abschaltet, wird der hohe Anfangsverbrauch verworfen, und die Messung und Rechnung beginnt neu ab diesem Punkt, damit beide Betriebszustände nicht vermischt werden, weil man aus der Mischung ja gar nichts rechtes ableiten könnte, denn die weitere Fahrt wird ja weiterhin ohne Akkuheizung stattfinden, dieser Mehrverbrauch muss also raus aus der weiteren Berechnung.

    - Wenn bei Fahrtantritt die Akkutemperatur allerdings sofort größer als 5 Grad ist, und damit keine Akkuheizung losläuft, gibt es auch keine Kurzsteckenberechnung (ergäbe ja auch keinen Sinn, weil eh kein anfänglicher Akkuheizungszusatzverbrauch). Und das war bei Deiner heutigen Fahrt offensichtlich der Fall: Es gab also keinen anfängliche Winter-Kurzstreckenberechnung, sondern gleich die „normale“.

    Denn dann berechnet sich der Verbrauch ja aus der bisheriger Fahrt. Und das kann nach wenigen km ja noch nicht stabil sein (je nachdem ob Du anfangs einen Hügel rauf- oder runterfährst), pendelt sich aber recht bald ein. Genau Deine Beobachtung (und ich vermute, es geht auf den ersten „Metern“ bei Dir eher bergab). Ein möglicher Lösungsansatz wäre, eine Rest-Kilometerzahl erst ab einer gewissen Anzahl gefahrener km anzuzeigen. Aber wäre es wirklich besser, anfangs gar keine Werte zu haben, als ggf. volatile?


    Dass am Ende die so berechneten Restkilometer höher sind als die vom Cockpit, ist korrekt, weil Stellantis mit seinem SoC ja „schummelt“ um uns Angst zu machen und früher zur Ladesäule zu drängen.


    …nächster Post, zu 2), folgt gleich…

    Ich hab auch gerne alles im Blick und liebe es das Optimum heraus zu holen und genau dafür brauche ich diese ganzen Zusatzinfos, dazumal der doch recht kleine Akku einen zusätzlich dazu zwingt. Ich muss allerdings auch eingestehen, dass die zu verarbeitende Datenflut wahrscheinlich der Verkehrssicherheit nicht wirklich dienlich ist.


    Hab heute etwas mit CarScanner herum gespielt, alle möglichen Einstellungen getestet und deine Vorschläge teilweise schon im Vorfeld umgesetzt. Das Resultat sind jetzt 4 Seiten mit je vier Datenzeilen, die ich mir wunschgemäß zusammen gestellt habe. Deine Anstöße haben jedoch einiges erleichtert und mir den richtigen Weg gewiesen, danke dafür.


    Eine Frage hätte ich noch zur "aktuell mögliche Ladeleistung", die ziemlich genau mit meinen bisherigen Erfahrungen übereinstimmt: Wird dieser Wert nur aus SoC und Batt.Temperatur berechnet oder fließen da noch fahrzeugspezifische Werte wie z.B. der jeweilige SoH oder die Lade-Historie mit ein?

    Das ist schön, mit Dir einen "Bruder im Geiste" gefunden zu haben, und nicht mehr ganz alleine daran herumbasteln zu müssen! :)


    Bzgl. "Ablenkungsfaktor": Ja, ging mir anfangs genauso - aber dann weiß man, wo hinschauen... Es wird besser!


    Super, dass es mit "4x4" also auch bei Android gut klappt!


    Ich zeige einfach den BMS-Wert an, ohne seine genaue Zusammensetzung zu kennen. Weil der aber ja steuert, wie stark z.B. in diesem Moment rekuperiert werden darf, gehe ich davon aus, dass alle relevanten Parameter da einfließen. Temperatur und SoC waren nur beispielhaft von mir genannt.

    Da das KVU-Update ja aus etlichen Steuergeräte-Updates UND dem Crony-Update auf 3.55.6 (und übrigens auch aus einer Navikarte vom Juni 2025) besteht, gibt es wahrscheinlich mehrere Voraussetzungen dafür, dass die Vorklimatisierung angezeigt wird, aktivierbar ist und funktioniert.

    Ob 3.55.5 oder 3.55.6, scheint nach dem Test von Achim.Haller nicht relevant zu sein, der Unterschied zwischen diesen beiden Version ist wohl irgendwas anderes…

    Joe676

    Ich habe von einer Idee gelesen, warum es bei Dir nach einer Weile nicht mehr "scrollbar" sein könnte:


    In der Android-Version der App gibt es unter "Einstellungen" - "Übersicht" ganz unten den Punkt "maximale Anzahl von Elementen pro Seite bei Android Auto...", zusammen mit der Empfehlung, diesen Wert ggf auf 4 zu senken (Standardwert ist 10).


    Evtl. hilft bei Dir das Senken des Wertes von 10 auf 4 ? Probiers doch mal aus!

    Wie berichtet, ist bei mir das Update ja schon gelaufen (allerdings ohne dass ich Verbesserungen bemerkt hätte). Spaßeshalber habe ich eben nochmal auf der Opel-Homepage nachgeschaut. Ergebnis: Das eigentlich schon gelaufene Update KVU (OV24) steht da immer noch. Das liegt aber daran, dass des der FOH noch nicht mit dem Werk abgerechnet hat. Zusätzlich wird aber jetzt noch ein Update KV 9 genannt, für das zwei Klemmen zu bestellen sind.

    Wir haben ja fast identische Fahrzeuge. Ich sehe aber nur den Software-Rückruf, nicht den mit den Servolenkungsschellen.

    Wann hatte Deiner denn Erstzulassung?

    So, erste Probefahrt absolviert, fühlt sich jetzt an wie in einem teuren eAuto mit den ganzen Zusatzinfos.

    Aufgefallen ist mir, dass trotz ausgeschalteter Heizung die "Leistung Sonstiges" beim Fahren zwischen 0 und 4kW pendelt. Wie ist das zu verstehen?

    Außerdem sind nach Betätigung des Ganghebels nur noch die obersten 4 Zahlenwerte sichtbar, siehe Foto, man kann nicht mehr nach unten scrollen. Kann ich das irgendwo einstellen? Ist wahrscheinlich ein Android Auto Problem.

    Freu! Genauso geht es mir auch! Ich bin eh ein „Datenfetischist“, und diese ganzen Anzeigen regen mich positiv an! Ich spiele gedanklich mit ihnen, optimiere meinen Fahrstil, Ladeverhalten, Streckenauswahl, beobachte wie z.B. Regen oder Gegenwind sich auswirken, unterschiedliche Geschwindigkeiten usw.. Mich begeistert so was! Hab einfach Spaß damit!


    Zur „Leistung Sonstiges“: Die ist seit der ersten Version mein Sorgenkind, weil die am schwierigsten zu messende Größe (und das, was Du im Moment noch an Sprüngen siehst, ist harmlos im Vergleich zu meinen ersten Ansätzen). Ich habe da schon sehr viel Arbeit und Feintuning reingesteckt, und bin jetzt, denke ich, ziemlich am Ende der möglichen Optimierungen angekommen.

    Mathematischer Hintergrund der Sprünge ist, dass man die sonstige Leistung aus der Gesamtleistung abzüglich der Motorleistung errechnen muss. Und diese beiden Werte kommen zeitlich nicht synchron aus der OBD2-Schnittstelle. Damit die Subtraktion aber auch bei Leistungsänderungen stimmen würde, müssten die Werte synchron sein.

    Du hast es sicher bemerkt: Im Stand, oder bei gleichmäßiger Fahrt, sind sie soweit stabil. Beim Gasgeben oder Bremsen schlagen sie aus - eben wegen der Asynchronität.

    Randnotiz: Dir ist sicher aufgefallen, dass der Wert in diesen Situationen manchmal „-0“ anzeigt. Das kommt daher, dass ich inzwischen die Momente, in denen wg. Laständerung keine irgendwie sinnvolle Messung möglich ist, die Fantasiewerte nicht mehr anzeige, sondern stattdessen „-0“ als Synonym für „im Moment kein Messwert verfügbar“.


    Und wenn Du noch weitere Anmerkungen oder Beobachtungen haben solltest: Gerne her damit!


    PS: Das „nur-noch-4-Werte-Problem“ habe ich bei Carplay nicht. Schau mal auf dem Handy: Sind da noch alle Anzeigen vorhanden? Falls ja, dann wäre es wohl tatsächlich Android Auto…

    Als Workaround könnte man die Reihenfolge der Werte im Dashboard zumindest so ändern, dass die 4 für Dich relevantesten oben stünden, und damit sichtbar blieben…