Laden mit 3,68KW - Ladekabel einphasig

  • Erinnert mich irgendwie an die Zeiten mit einem 56k-Modem :D

    Nicht zu vergessen die hochinnovative RS232 Schnittstelle! ^^


    Ich hab meinen Ex-Spring immer bei 10A an der Steckdose (von 1960) in der Garage geladen.

    Das war kein Problem , da wurde auch nichts warm oder gar heiss, ganz entspannt..

    Silence S01 Connected eRoller L3e (95 km/h)

    Derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für den Dacia Spring 65.


  • Um das Thema zum Abschluss zu bringen: Tom ate hat natürlich Recht. Ich habe mich zwischenzeitlich einmal umgeschaut. Generell wird das Laden an der Steckdose mit maximal 10 Ampere empfohlen, was bei 230 Volt genau 2,3 kW entspricht.


    Falls also jemand vorhat, seinen E-Frontera Standard Range an der heimischen Steckdose zu laden, füge ich hier nun die korrigierte Übersicht über die zu erwartenden Ladezeiten hinzu.


    a) Voraussetzungen

    Ladeleistung: 2,3 kW

    Kapazität: 44 kWh

    Verbrauch Winter: 25 kWh / 100 KM (bei normaler Heizungsnutzung)

    Verbrauch Sommer: 16 kWh / 100 KM


    b) Ladezeiten

    Vollladen 0 ... 100 % : 1.148 Minuten bzw. 19,13 Stunden Ladezeit

    100 Kilometer fahren Winter: 652 Minuten bzw. 10,87 Stunden Nachladezeit

    100 Kilometer fahren Sommer: 417 Minuten bzw. 6,96 Stunden Nachladezeit


    Im Sommer muss man also für jeden Kilometer Fahrtstrecke gut 4 Minuten an der Steckdose laden. Im Winter sogar sechseinhalb Minuten.

    Das sind die Mindestladezeiten; je nach Art und Ort der Ladeverluste kann das sogar noch ein gutes Stückchen länger dauern.


    Der ADAC hat zum Laden an der Steckdose eine eindeutige Meinung:

    Zitat

    Beim mehrstündigen Laden von Elektrofahrzeugen kann durch Alterungsprozesse der Kontakte, an Klemmstellen in der Zuleitung oder durch unsachgemäße Installation ein erhöhter Widerstand im Stromkreis entstehen. Das kann zu übermäßiger Erwärmung und zum Brand führen. Um das Risiko zu reduzieren, sollte der Ladestrom auf 10 Ampere oder weniger begrenzt werden.

    Neben der längeren Ladedauer hat langsames Laden noch den Nachteil von höheren Ladeverlusten. Allein dadurch kann sich über die Zeit die Installation einer speziellen Ladestation für Elektroautos, der sogenannten Wallbox, rechnen.

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/faq-elektroauto-laden/

    Frontera Electric Edition - Tech-Paket - Komfort-Paket - Alufelgen mit Ganzjahresreifen - 3phasiger Loader - EZ 05/2025

    Elektrisch fahrn is wie wennze schwebst. Einfach geil.

    5 Mal editiert, zuletzt von Wallboxuser ()

  • Zitat: Neben der längeren Ladedauer hat langsames Laden noch den Nachteil von höheren Ladeverlusten


    Und die sind mal gar nicht so wenig. Beim Spring wurde von bis zu 300W gesprochen, die sich allein die Ladeelektronik gegönnt hat.

    Da gehen also in 10 Stunden bei 10A keine 23kW in den Akku, sondern nur 20. :(

    Bei einer Stunde Schnellladen nimmt sich die Ladeelektronik halt nur 300, macht schon einen Unterschied.

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  • Zitat: Neben der längeren Ladedauer hat langsames Laden noch den Nachteil von höheren Ladeverlusten


    Und die sind mal gar nicht so wenig. Beim Spring wurde von bis zu 300W gesprochen, die sich allein die Ladeelektronik gegönnt hat.

    Da gehen also in 10 Stunden bei 10A keine 23kW in den Akku, sondern nur 20. :(

    Bei einer Stunde Schnellladen nimmt sich die Ladeelektronik halt nur 300, macht schon einen Unterschied.


    Ich befürchte, dass der 1Ph. Frontera-Lader den ich leider drin habe, auch nicht der effizienteste ist. Wie könnte man denn herausfinden, wie viel Energie tatsächlich im Akku ankommt?

    Vorführ-E-Frontera EZ 05/25, übernommen 11/25 für 48 Monate. 44kWh, GS ("alte" Basisausstattung inkl. Sitzheizung, nur 1Ph Lader...) + Technikpaket, Canyon-Orange

  • So, in einer guten Woche tauscht ein Elektriker, der auch kleine Aufträge macht, die alte Schukosteckdose gegen eine blaue CEE-Steckdose für <100 EUR aus. Der Ladeziegel (mit Überhitzungsschutz) hat auch einen CEE-Stecker. Schwachstelle bleibt dann zwar noch die alte Leitung (wahrscheinlich 1,5mm2, aber nicht isoliert und nur gut 10 Meter zum Sicherungskasten), aber ansonsten dürfte das schon mal eine Verbesserung zum Status Quo sein. Da sollten dann 13 A gut gehen, 16 A lasse ich lieber trotzdem.

    Opel Frontera Electric Edition

    44 kWh

    11kw Lademodul

    Tech - Paket

    Komfort-Paket

  • . . . Wie könnte man denn herausfinden, wie viel Energie tatsächlich im Akku ankommt?

    Das vermag ich nicht zu sagen, vermutlich müsste man irgendwie direkt an dem Fahrakku ein Messgerät aufschalten.

    Wie das technisch zu machen ist, weiss ich leider nicht.

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  • Ich befürchte, dass der 1Ph. Frontera-Lader den ich leider drin habe, auch nicht der effizienteste ist. Wie könnte man denn herausfinden, wie viel Energie tatsächlich im Akku ankommt?

    Mittels OBD-Dongle kann man die Energiemenge, die aktuell im Akku ist, auslesen. Auf die Wattstunde (Wh) genau.

    Wenn man dies vor und nach einer definierten Ladung machen würde, könnte man danach an der Wallbox ablesen, was sie "geliefert" hat - und an der Änderung/Zunahme der Energiemenge im Akkus, was er davon eingespeichert hat.

    Das wäre die exakte Messung.


    Einfacher wäre natürlich, Du nimmst nach dem definierten Ladevorgang einfach die dadurch erreichte Zunahme der "Ladungsprozente" aus dem Cockpit, rechnest die in kWh um (Frage dabei ist, was man als "Hub" zwischen 0 und 100% annimmt - ich denke, ein bisschen weniger als 44kWh, oder?), und vergleicht dies dann mit der von der Wallbox gelieferten Energiemenge.

    Frontera Electric Edition 44kWh (Spitzname „Lurchi“), Tech- & Komfort-Paket, 3-phasig, schwarz mit weißem Dach & Reling, LM-Felgen mit Allwetterreifen, 5 kg Rostschutzfett am Unterboden und in den Holmen.

    Weiterhin nur crony_3.41.12_Prod_Nav_User verfügbar.

    Bestellt 7/2024, zugelassen 5/2025.

    Unnötige und vom Hersteller an sich leicht behebbare, trotzdem inzwischen offenbar chronische Kinderkrankheiten, daher bzgl. seines Opel-Experiments ernüchterter Besitzer.

  • Der Frontera braucht jetzt (bei 6 A) über eine Stunde, um von 99% auf 100% zu laden. Mir ist klar dass das Laden am Schluss länger dauert, aber langsam frage ich mich, ob er überhaupt die 100 voll macht. Anscheinend zieht das Ladegerät aber weiter Strom, wohin auch immer der geht. Ich breche jetzt ab.

    Opel Frontera Electric Edition

    44 kWh

    11kw Lademodul

    Tech - Paket

    Komfort-Paket

  • Der Frontera braucht jetzt (bei 6 A) über eine Stunde, um von 99% auf 100% zu laden. Mir ist klar dass das Laden am Schluss länger dauert, aber langsam frage ich mich, ob er überhaupt die 100 voll macht. Anscheinend zieht das Ladegerät aber weiter Strom, wohin auch immer der geht. Ich breche jetzt ab.

    Das ist das sog. Top-Balancing, das LFP-Akkus machen und auch brauchen.

    Ich würde es nicht unterbrechen, sondern bis zum Ende laufen lassen. Je länger diese Phase ist, desto schlechter balanciert sind aktuell Deine Zellen - sprich desto notwendiger ist es.

    Ich würde Dir daher empfehlen, zumindest beim nächsten Laden wirklich bis zu den 100% abzuwarten - falls zeitlich möglich.


    Kaputtgehen tut ohne Balancing übrigens nichts, nur die nutzbare Kapazität des Akkus wird immer geringer, bis Du dann irgendwann wieder gebalanced hast.

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  • Das ist das sog. Top-Balancing, das LFP-Akkus machen und auch brauchen.

    Ich würde es nicht unterbrechen, sondern bis zum Ende laufen lassen. Je länger diese Phase ist, desto schlechter balanciert sind aktuell Deine Zellen - sprich desto notwendiger ist es.

    Ich würde Dir daher empfehlen, zumindest beim nächsten Laden wirklich bis zu den 100% abzuwarten - falls zeitlich möglich.


    Kaputtgehen tut ohne Balancing übrigens nichts, nur die nutzbare Kapazität des Akkus wird immer geringer, bis Du dann irgendwann wieder gebalanced hast.

    Gerade, als ich abbrechen wollte, war er fertig. Danke für die Erklärung, das macht das Warten wesentlich Erträglicher.

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