Ladekarten - Deine Erfahrung oder Empfehlung

  • Hallo Leute,


    jetzt zur Urlaubszeit stellt sich wieder die Herausforderung, unterwegs zu laden. Doch nicht nur zur Urlaubszeit gibt es gute Gründe, auswärts bzw. abseits der gewohnten oder heimischen Wallbox zu laden. Vielleicht hat man einen wichtigen Termin, aber der Fronti wäre mit 11 kW erst in einigen Stunden ausreichend geladen. Oder man ist den ganzen Tag unterwgs und hat nur beim Lunch oder beim Einkaufen Zeit zum laden. Oder man hat einen flexiblen Stromtarif zu Hause und muss zur Hochpreiszeit laden.


    Mich würde interessieren, wie Ihr an der Säule zahlt. Reicht die Kreditkarte, oder habt Ihr noch eine Ladekarte in der Hinterhand? Physisch oder per Handy?


    Ich als Weniglader nutze bisher die EWEgo Karte. Die kostet monatlich nix, und der Festpreis (0,52 eigene / 0,62 Euro fremde Säule pro kWh) ist zwar nicht immer günstig, aber gut kalkulierbar. Auch die Akzeptanz ist gut - bisher haben 90% der Säulen die Karte akzeptiert. Nur einige Kleinanbieter/lokale Stadtwerke konnten damit nichts anfangen. In diesem Sommer werde ich allerdings wechseln: EWEgo fordert bis Ende August eine Neuregistrierung jedes Kunden und will zusätzlich zu den Adressdaten auch das Geburtsdatum speichern. Die Einrichtung der Abbuchungsermächtigung fühlt sich extrem "fishy" an: Man soll tatsächlich während der Neuregistrierung bei EWEgo seine echten Bank-Zugangsdaten (Benutzer + Passwort) eingeben. Etwas, wovon Sicherheitsforscher dringend abraten.

    WTF ?


    Als Ersatz bin ich jetzt zu Octopus / Electroverse gewechselt. Die haben an jeder Säule individuelle Preise, die man aber in der App vorab genau nachlesen kann. Einschließlich der eventuellen Nebenkosten (Einmalgebühr, Blockiergebühr). Generell scheinen mir dort die Schnelllader teurer als bei EWEgo. Dafür sind die Wechselstromloader sehr oft günstiger als über EWEgo. Der Vertrag mit Electroverse hat auch keine Grundgebühren, und Electroverse will weder mein Geburtsdatum noch meine Bank-Zugangsdaten wissen. Denen reichem meine Kreditkartendaten. Anmeldung per Google und Bezahlen per Google Pay geht alternativ auch, füttert aber natürlich die Datenkrake Google.

    Nicht mal die eigene Adresse ist Pflicht; es reicht die Mailadresse und eine Zahlungsart zum Vertragsschluss. Nur wenn man eine physische Ladekarte bestellt, muss man eine Versandadresse eingeben.


    Toll finde ich die Electroverse-App: Man kann dort sein Fahrzeug auswählen (der Fronti ist in der Liste), und anhand von fest hinterlegten Reichweitendaten und der ebenfalls vorgegebenen maximalen Ladegeschwindigkeit (97kW) kann man eine Routen- und Ladeplanung in der App durchführen. Für meinen Fronti ist beispielsweise eine (vorsichtig geschätzte) Fernverkehrsreichweite von 227 bis 255 KM hinterlegt. Die App fügt automatisch die nötigen Ladestopps mit Dauer ein. Man kann angeblich fast jede Ladesäule in ganz Europa per App oder per physischer Karte entsperren. Wer viel bei Ionity oder Shell lädt, kann über Electroverse ein Zusatzabo mit monatlicher Grundgebühr und ermäßigten kWh-Preisen abschließen. Muss man aber nicht.


    Bin im Moment jedenfalls begeistert von den Möglichkeiten und werde in den nächsten Monaten erleben, wie das in der Praxis in der BRD und in den Nachbarländern funktioniert.

    Um es deutlich zu sagen: Electroverse ist eine vergleichsweise teure Angelegenheit und kein Preis/Leistungs Tipp. Für mich als Weniglader spielen aber andere Aspekte eine größere Rolle, wie die allgemeine Akzeptanz in Europa, die fehlende Grundgebühr, die transparenten Kosten schon vor dem Ladevorgang, und die relative Datensparsamkeit.



    Jetzt kommst Du. 8)

    Frontera Electric Edition - Tech-Paket - Komfort-Paket - Alufelgen mit Ganzjahresreifen - 3phasiger Loader - EZ 05/2025 - Kanyon Orange

    Elektrisch fahrn is wie wennze schwebst. Einfach geil.

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  • ...In diesem Sommer werde ich allerdings wechseln: EWEgo fordert bis Ende August eine Neuregistrierung jedes Kunden und will zusätzlich zu den Adressdaten auch das Geburtsdatum speichern. Die Einrichtung der Abbuchungsermächtigung fühlt sich extrem "fishy" an: Man soll tatsächlich während der Neuregistrierung bei EWEgo seine echten Bank-Zugangsdaten (Benutzer + Passwort) eingeben. Etwas, wovon Sicherheitsforscher dringend abraten.

    WTF ?

    ...

    Jetzt kommst Du. 8)

    Bzgl. Ewe go: Meine Bank-Zugangsdaten bekommt ganz sicher niemand - ich bin ja nicht wahnsinnig!

    Allerdings braucht man bei der Ewe-go Neuregistrierung die Bankzugangsdaten nur bei SEPA. Ich habe daher auf Kreditkarte gewechselt, und dann lief das bei mir ganz solide über Visa 3D secure. So kann ich jetzt doch bei Ewe go bleiben.


    Zu Deiner allgemeinen Frage: Ewe-Go und EnbW. Damit ist man komplett versorgt, kann an quasi jede beliebige Ladesäule fahren, und vergleicht halt vor Ort zwischen beiden Apps. Fertig.

    Und dann habe noch Aral pulse, weil kostenlos über ADAC. Habe ich aber noch nie gebraucht.

    Fahrzeug: Anfangs Frontera Electric Edition 44kWh, schwarz mit weißem Dach, Tech- und Komfort-Paket, Spitzname „Lurchi“. Bestellt 7/2024, zugelassen 5/2025.

    Gewandelt 5/2026 in "Lurchi II". Daher seit 7/2026 Frontera Electric Ultimate Extended Range, weiß mit schwarzem Dach, Winterpaket & Allwetterreifen.


    Fahrer: Ein bzgl. seines Opel-Experiments erst ernüchterter, dann aber durch Opels professionellen Umgang mit der Wandlung wieder versöhnter Besitzer.

  • Ich wär auch bei EWEgo geblieben, wenn die nicht noch das Geburtsdatum haben wollten. Mit Adresse und Geburtsdatum kann man schon einen schönen Identitätsdiebstahl fabrizieren, und ich traue den ganzen Anbietern nicht, dass sie unsere Daten auf Dauer sicher aufbewahren.


    ADAC Aral pulse habe ich auch überlegt, aber die haben mich weder kosten- noch akzeptanztechnisch überzeugt.

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